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Sonntag, 30. September 2012

Die Gülen Bewegung Onlineportal

Die Gülen Bewegung
gulen-bewegung.de


Hier ist das neue Internet-Portal über " Fethullah Gülen und die Gülen Bewegung " online. Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, Neuigkeiten und Wissenswertes zum Thema " Fethullah Gülen und die Gülen Bewegung " aus der ganzen Welt.

gulen-bewegung.de

Donnerstag, 12. Januar 2012

Nicht das Buch über Gülen, sondern Verdacht auf Verbindung zu Ergenekon ist der Grund für Festnahme von Ahmet Sik und Nedim Sener

Die Türkei versucht die Entwicklungen, die Europa in einem halben Jahrtausend durchlaufen hat, in einigen Jahrzehnten zu schaffen. Dadurch, dass dies in einem sehr hohen Tempo vor sich geht, stößt man immer wieder auf Schwierigkeiten und ernsthafte Reibereien. Das alte Establishment versucht mit aller Macht gegen diese Reformen vorzugehen und scheut sich vor nichts. In diesem Zusammenhang entstand das Ergenekon-Netzwerk, welches nach der heutigen Beweislage als eine Terrororganisation bezeichnet werden kann. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die demokratische legitimierte AKP-Regierung zu stürzen. Der deutsche Botschafter in Ankara, Dr. Eckart Cuntz, teilte den Deutsch Türkischen Nachrichten bei einem Interview mit, dass die Türkei sich in einem Umbruch befinde, in der sich auch die traditionelle Rolle des Militärs verändere. In diesem Zusammenhang betonte er, dass er das Ergenekon-Verfahren als eine Möglichkeit sehe, das Vertrauen in die demokratischen Institutionen und die Rechtstaatlichkeit zu stärken. Das gilot auch für die Vorwürfe gegen Ilker Basbug.
Eu_trkeiDas Ergenekon-Netzwerk besteht vor allem aus Militärs, Medienvertretern und Journalisten sowie Bürokraten, die Putsche gegen die demokratisch gewählte AKP-Regierung geplant hatten. Verschiedene Chaos-Szenarien wurden in der Gesellschaft verbreitet und es wurde versucht, eine innenpolitische Destabilisierung herbeizuführen, um so die AKP-Regierung zu stürzen. Die Ermittlungen im Rahmen dieses Prozesses führten zuletzt zur Verhaftung der Journalisten Ahmet Sik und Nedim Sener. Ahmet Sik wird vorgeworfen, in das Ergenekon-Netzwerk involviert zu sein. Er hatte zuvor ein Manuskript für ein Buch abgeschlossen, in dem er behauptet, die Gülen-Bewegung würde die türkische Polizei unterwandern. Dieses Buch mit dem Namen „Die Armee des Imam“ sei der Grund für die Verhaftung. Weder Polizei noch Justiz bestätigen dies. Die Sonderstaatsanwaltschaft sucht mittlerweile fieberhaft nach Kopien des noch unveröffentlichten Buches. In der vergangenen Woche stürmten Polizisten den Sitz des Verlages der Radikal-Zeitung. Aufgrund dessen wurde in der Öffentlichkeit spekuliert, der türkische Gelehrte Fethullah Gülen würde hinter den Verhaftungen stecken. In einer Mitteilung durch seinen Anwalt bestritt Gülen dies: „Ich bin niemals gegen ein Buch vorgegangen. Ich habe nur meine Rechte innerhalb der Grenzen des Gesetzes verteidigt, in dem ich gerichtlich gegen Verleumdungen vorgegangen bin.“ Gülen erklärte weiter: „Im Zeitalter moderner Medien und des Internets ist es offensichtlich, dass es unmöglich ist, die Veröffentlichung eines Buches zu verhindern. Es ist außerdem klar, dass ein derartiger Versuch noch mehr Interesse an dem Buch weckt.“ Gülen unterstrich, dass das Thema vollständig der türkischen Justiz gehöre - sie solle darüber urteilen. "Die Presse- und Meinungsfreiheit sei der wichtigste Pfeiler einer funktionierenden Demokratie", fuhr Gülen fort.
Armee, Justiz und Bürokratie können der Veränderung in der Bevölkerung nicht mehr ausweichen und müssen sich ändern. Auch wenn es so scheint, dass der ideologische Kampf noch lange dauern wird, scheint einer neuen demokratischeren Türkei nichts im Wege zu stehen. Auch die deutschen Medien sollten diese Entwicklungen begreifen. Denn wenn es durch Ergenekon zu einem Putsch gekommen wäre, glaube ich nicht, dass irgendjemand in Deutschland eine putschorientierte Armee und ihre Regierung unterstützen würde.

Dienstag, 10. Januar 2012

Ein moderner Islam ist möglich

Das ist eines der Hauptziele der “Gülen-Bewegung”. Sie versteht sich als Brücke für “Muslime zwischen Tradition und Moderne”: Der türkisch-stämmige muslimische Gelehrte Fethullah Gülen möchte den Islam durch Bildung reformieren. Dabei ist es nicht die Erneuerung des Islam, die seine Überzeugungskraft ausmacht, sondern seine Akzeptanz der säkularen = weltlichen Gesellschaft. Folgerichtig lautet sein Aufruf an die Muslime in aller Welt: “Baut Schulen, Moscheen haben wir genug.” Das scheint ihm und seinen Anhängern islamisch und modern zugleich. Und ist vor allem völlig anders als das, was die meisten unserer Bürger vom Islam denken. Was Gülen will und was in diesem auch klar zum Ausdruck kommt, ist die Absicht, den Islam mit der modernen Welt zu verbünden. Nehmt diese Welt an, in der ihr lebt, bleibt aber Muslim, gestaltet die Welt mit, werdet ebenso erfolgreich als Muslime wie die anderen um euch herum. Damit könnten dann auch orthodoxe Muslime leben. Sie müssen kein Stück, keinen Buchstaben ihrer religiösen Überzeugung aufgeben.

Bildungsideal ist die Schule

Gülen begann seine Arbeit für mehr Bildung in der Türkei bevor er in die USA ging. Sein Bildungsideal ist übergesprungen auf viele der Türken, die in Deutschland leben. Sie haben erkannt, dass der Kernsatz von Gülen “Nur Bildung schafft Wohlstand und Frieden” richtig ist. Inzwischen gibt es “Gülen”-Schulen und -Gymnasien in Deutschland. Religionsunterricht wird dort nicht gegeben.

2009 organisierte die Gülen-Bewegung zusammen mit dem Institut für Religionswissenschaft der Universität Potsdam eine Konferenz, auf der die Arbeit der Gülen-Bewegung zur Diskussion gestellt wurde. Das Deutsche Orient Institut, das 1999 in Potsdam gegründete Rabbiner-Seminar “Abraham Geiger Kolleg” und die evangelische Akademie in Berlin waren mit von der Partie. “Muslime zwischen Tradition und Moderne. Die Gülen-Bewegung als Brücke zwischen den Kulturen” war der Titel der Tagung. Unter der gleichen Überschrift hat der Herder Verlag nun eine Auswahl der Vorträge im vorliegenden Buch veröffentlicht.

Es ist ein Band, der die Augen öffnet. Begründer Fethullah Gülen ist inzwischen der berühmteste Prediger der Türkei. Manche nennen die Bewegung “eine vom Islam inspirierte Bürgerbewegung”. Aber sie ist weder politisch noch per se religiös. Anders als Millî Görüs versteht sich die Gülen-Bewegung als überparteilich, unterstützt im Prinzip in der Türkei aber jene Parteien, die die Demokratisierung voranbringen. Wiederholt hat sich Gülen in seinen Predigten für eine funktionierende Demokratie und eine pluralistische Gesellschaft als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der Menschen ausgesprochen.

Die Bewegung ist nicht institutionalisiert, und sie ist nicht politisch. Sie will nicht über politische Macht eine “bessere Gesellschaft” schaffen, sondern von unten in der Gesellschaft durch Bildung und Toleranz dem Menschen dienen.

Kritisch wird es aber bei seinen Thesen, die sich um die Religion des Islam drehen. Wenn Gülen z. B. sagt, die “Frömmigkeit, nicht der Islam müsse erneuert werden”, beginne ich mich zu fragen, ob sein Wille zur Demokratie, der ja die Gleichberechtigung aller Menschen, vor allem aber auch von Mann und Frau impliziert, wirklich ernst meint.

Denn Gülen lehne die absolute Gleichstellung von Mann und Frau ab. Sein Argument: Frauen und Männer konkurrieren nicht, sie ergänzen einander und hätten daher unterschiedliche Pflichten. Doch wer in die Gülen-Schulen kommt, merkt davon nichts. Was also ist Theorie, was Praxis? Wer dieses Buch aufmerksam liest, findet die Antworten. Und vielleicht auch eine Lösung für die gesellschaftlichen Probleme zwischen der westlichen Welt und dem Islam. Gülen zeigt einen Weg auf. Ob er am Ende der einzig Gangbare ist, muss sich noch beweisen.

Quelle: http://www.european-circle.de/lesen-leute/lesen-leute-buecher/datum/2011/02/09/ein-moderner-islam-ist-moeglich.html

Sonntag, 8. Januar 2012

Die Berichterstattung der "Welt" verzerrt die Wahrheit

Erstmals in der Geschichte der Türkei wird ein ehemaliger Generalstabschef festgenommen. Ilker Başbuğ soll an einem Putschversuch im Jahr 2003 beteiligt gewesen sein. llker Basbug war von 2008 bis 2010 Generalstabschef der türkischen Armee.

In der Türkei arbeitet gerade mal ein Dutzend Korrespondenten und Redakteure für deutsche Medien. Sie haben aber einen verhältnismäßig großen Einfluss auf die deutsche Öffentlichkeit, wenn es um aktuelle Ereignisse und Meinungen in der und über die Türkei geht. Wenn man aber die vielen Berichte in den deutschen Medien liest, merkt man schnell, dass es den Korrespondenten, die aus der Türkei schreiben, leider nicht gelingt, ein authentisches Bild zu vermitteln. Manchmal gewinnt man als Leser, der das Land und die politischen Verhältnisse kennt und beobachtet, sogar den Eindruck, dass Ereignisse ganz bewusst verzerrt, falsch und negativ dargestellt würden: Es werden beispielweise Einzelereignisse in Verbindung miteinander gebracht, die faktisch nichts miteinander zu tun haben.

Vor einigen Monaten wurde Ahmet Şık verhaftet. Der Grund seiner Verhaftung war das Manuskript für das Buch mit dem Titel ‚Die Armee des Imams‘, in dem er die Unterwanderung des türkischen Staates durch die Gülen-Bewegung thematisierte. Die Staatsanwaltschaft warf ihm diesbezüglich vor, dass das Buchprojekt als Gemeinschaftsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Ergenekon Terrornetzwerk verfasst worden sei. Sofort wurde in den Berichten der Medien die Behauptung aus den türkischen mainstream-orientierten Medien absolut unkritisch zitiert, womit weiterhin kommuniziert wurde, hinter der Verhaftung stünde die Gülen-Bewegung.

Die Frage, weshalb sich die Berichterstattung der deutschen Medien, in diesem Fall "Welt" über Gülen und die Hizmet-Bewegung nicht auf die reichhaltigen Materialien der Selbstdarstellung seitens der Bewegung und die wissenschaftlichen Analysen von Akademikern wie auch die Einschätzungen von anerkannten Fachleuten und Intellektuellen beruft, sondern auf das Propagandamaterial der Anti-Gülen Literatur zurückgreift, ist eine Frage, die bis zum heutigen Zeitpunkt noch ungelöst geblieben ist.

E. Karakoyun




Mittwoch, 30. November 2011

Bildungsarbeit von Gülen-Bewegung ist verfassungsmäßig

Landesregierung Baden-Württemberg zu dem Antrag über Gülen-Bewegung:
Bildungsarbeit von Gülen-Bewegung ist verfassungsmäßig

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat in ihrer Antwort auf einen Antrag über die Gülen-Bewegung die religiöse und weltanschauliche Neutralität der Landesregierung von Baden-Württemberg unterstrichen.  „Die Fethullah-Gülen-Bewegung wird vom Landesamt für Verfassungsschutz nicht beobachtet. Der Landesregierung liegen daher auch keine Erkenntnisse zu den im Einzelnen angesprochenen Fragestellungen vor.“, hieß es in der Antwort auf den Antrag von der Abgeordnete Sabine Kurtz. (CDU). Für die Anfrage der Fraktion DIE LINKE hatte vor Kurzem die Bundesregierung dieselbe Antwort.

In der von der Integrationsministerin Bilkay Öney unterschriebener Stellungnahme wurde darauf hingewiesen, dass die Einrichtungen, die der Fethullah-Gülen-Bewegung zugeschrieben werden,  sich durch Spenden, Beiträge, Kursgebühren, Zuschüsse sowie über ehrenamtlichen Einsatz finanzieren. Der im Antrag stehenden Forderung nach detaillierten Angaben zu den Einnahmequellen der Bewegung kam die Integrationsministerin nicht entgegen. „Eine generelle Überprüfung und Veröffentlichung von Finanzen von Nichtregierungsorganisationen durch die Länder sieht das Recht nicht vor.“, war die Antwort in der Stellungnahme.

Der CDU-Antrag zeigte die Fethullah-Gülen-Bewegung als eine in der Öffentlichkeit stark umstrittene islamische Gruppierung. Die Landesregierung antwortete hingegen, dass ihr keine verallgemeinerungsfähigen Erkenntnisse vorliegen. „Hinweise auf Unregelmäßigkeiten haben sich bislang nicht ergeben. Auch aus anderen Bundesländern sind keine rechtserheblichen Beanstandungen bekannt.“, erwiderte das Ministerium für Integration.

Das Ministerium meidete auch, das der Fethullah-Gülen-Bewegung zugeschriebene Motto „Unser Dschihad ist Bildung“ zu bewerten. Dieser Begriff werde im innerislamischen Kontext als „Anstrengung auf dem Wege Gottes“ interpretiert. Die Landesregierung lehne alle Auslegungen religiöser und weltanschaulicher Begrifflichkeiten, die sich gegen die Verfassung, insbesondere gegen die Menschenrechte, die freiheitlich-demokratische Grundordnung oder das Gewaltmonopol des Rechtsstaates wenden, nachdrücklich ab. Sie stehe dagegen dem Engagement im Bereich der Bildungsarbeit auf dem Boden des Grundgesetzes positiv gegenüber.  

E. Semiz